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 Betreff des Beitrags: Menzels Sezession
BeitragVerfasst: Samstag 13. Februar 2010, 18:15 
Auf "Sezession im Netz" habt Ihr ja wahrscheinlich auch Felix Menzels jüngsten Beitrag gelesen, in dem es um eine potentielle Abspaltung von der BRD geht. Jetzt hatte ich "Sezession" als Begriff und (meta)politische Programmatik immer in übertragenem Sinn zu verstehen geglaubt, sozusagen als persönlichen Rückzug in die Rautenklause. Nicht aber als Aufruf zur Spaltung des Landes. Das aber scheinen Menzel und einige Kommentatoren für eine feine Idee zu halten.

Finde ich unsäglich. Viele Artikel bei S.i.N und einige IfS-Studien habe ich mit großem Gewinn gelesen. Aber dieser Tendenz, unseren Staat generell als raffgierig, kontrollsüchtig, gesinnungsdiktatorisch etc. anzusehen und Parlamentarier als volksfremde Opportunisten abzutun, kann ich wenig abgewinnen. Jedenfalls würde mich mal interessieren, ob Ihr auch so denkt wie anscheinend manche der 'Sezessionisten'. Wenn man doch wie Kubitschek sich als Wahlpreuße versteht, wäre es dann nicht angebracht, daß man in guter preußischer Tradition dem Staat im Rahmen seiner Möglichkeiten dient und die Treue hält, selbst wenn einem das Ganze nicht immer schmeckt? Sollte man nicht einfach grundsätzlich mehr Vertrauen in das Land und seine Eliten haben? Wenn man das nicht tut und Gedankenspielen zur politischen Sezession nachgeht, was unterscheidet einen dann noch von linksradikalen Spaltern?


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 Betreff des Beitrags: Re: Menzels Sezession
BeitragVerfasst: Sonntag 14. Februar 2010, 10:47 
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Registriert: Donnerstag 15. Oktober 2009, 09:58
Beiträge: 81
Grundsätzlich stimme ich dir zu.
Ob man nun unbedingt Vertrauen in die Eliten haben muss, will ich aber bezweifeln - ich finde, man sollte eher nicht müde werden, auf die Austauschbarkeit dieser Eliten und die ja durchaus gegebene relative Wandelbarkeit der bestehenden Strukturen hinzuweisen.

Sezession ist eben nicht Separation, das kann an dieser Stelle mal betont werden. Dies weder räumlich noch geistig.


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 Betreff des Beitrags: Re: Menzels Sezession
BeitragVerfasst: Mittwoch 17. Februar 2010, 11:01 
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Registriert: Donnerstag 5. November 2009, 14:53
Beiträge: 42
Wohnort: Eichstätt
Wie Kubitschek mal sinngemäß gegenüber der Deutschen Stimme gesagt hat, gehört es zum konservativen Duktus, sich an bestehenden und funktionierenden Institutionen zu orientieren. Unser Staat funktioniert noch und ich bin auch dagegen, ihn vorsätzlich und absichtsvoll zu demolieren. Das heißt aber nicht, dass ich unseren "Eliten" und (auf die Dauer) auch unseren staatlichen und gesellschaftlichen Strukturen arg vertrauen würde - womit sollten sie dieses Vertrauen verdient haben?


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 Betreff des Beitrags: Re: Menzels Sezession
BeitragVerfasst: Donnerstag 4. März 2010, 19:28 
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Registriert: Samstag 7. November 2009, 14:51
Beiträge: 50
S. W. [Gast] hat geschrieben:
Wenn man doch wie Kubitschek sich als Wahlpreuße versteht, wäre es dann nicht angebracht, daß man in guter preußischer Tradition dem Staat im Rahmen seiner Möglichkeiten dient und die Treue hält, selbst wenn einem das Ganze nicht immer schmeckt?


... wozu ein erster guter Schritt wäre, "die Parteien von der Seite der Weltanschauung her zu zertrümmern", um mich an Moeller van den Bruck zu halten. Zum Thema Parlamentarier.


Ansonsten kommt das Machwerk, das zum Artikel von Kamerad Menzel geführt hat, ja nächstes Wochenende im Fernsehen... Man darf also gespannt sein.

_________________
"Nota bene: Ein demokratischer Politiker ist Diener des Volkswillens! Er führt den Willen des Volkes aus, und zwar - damit hier kein Missverständnis aufkommt - den Willen SEINES Volkes!!! ... und nicht irgendeines anderen!"
~ Dr. Eduard P. Koch


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