Der brave Genosse Broniowski

8. Dezember 2011 § 0 - von Martin J.G. Böcker

Zu lang!
Kammarad Broniowski hat sein unglaublich langes Elaborat über den kurzen, lesenswerten und berühmtberüchtigten Artikel zur perfiden Politisierung der Sexualität zusammengefasst. Falls jemand die perfide  Zusammenfassung gelesen hat, gebe er mir bitte über den Inhalt Bescheid. Sie ist mir zu lang.

Fragen: Nimmt er sich beim Schreiben ernst? Oder mich?

Kempferisches…

1. Dezember 2011 § 10 - von Martin J.G. Böcker

Tatsächlich wird dieser Blog noch rezipiert
Der mittlerweile wohl berühmteste Artikel dieser Internetseite, Larsen Kempfs Überlegungen zur “Perfiden Politisierung der Sexualität“, hat’s vor Wochen schon in die Zeitschrift “Der Rechte Rand” (wo er mir zugesprochen wurde, sorry Larsen) und in die Wochenzeitung ZEIT geschafft. Das war nicht so erwähnenswert, weil weder lang noch klug.

Das hier aber – “Authentische Aversionen von rechts” – ist so verdammt lang, so elaboriert, so unglaublich… irgendwas, dass ich nicht drumrum komme, dafür diesen Blog für ein paar Tage zu reaktivieren.

Wer Stefan Broniowskis Text tatsächlich zu Ende gelesen haben sollte, der möge mir Bescheid geben, wie’s war. Vielleicht schaue ich dann auch mal rein.

In our nature

19. Dezember 2010 § 2 - von Martin J.G. Böcker

José González

In our nature. It’s in our nature. Put down your sword. Send home your dogs. Open up your doors. Let down your guard. It’s in our nature. Put down your gun. Ignore the alarm. Open up your heart. Let down your guard. It’s in our nature. » Den ganzen Beitrag lesen.«

Eisenhut-Verlag mit Wimbauer-Interviews

8. Dezember 2010 § 0 - von Martin J.G. Böcker

Nicht ein Fragender…

…und viele Antwortende. Sondern ein Antwortender und viele Fragende. Familie Wimbauer gibt einen Sammelband mit fünf Gesprächen mit Tobias Wimbauer heraus. Unter anderem auch mein Gespräch mit ihm.

Samenstau-Interview?

8. Dezember 2010 § 0 - von Martin J.G. Böcker

Also bitte!

Mein Gespräch mit Wimbauer hätte man auch anders nennen können. Hat man aber nicht: Hier nachzulesen.

“Unter Linken”

27. September 2010 § 0 - von Martin J.G. Böcker

Es ist herrlich…

Jan Fleischhauers Film zum Buch. Er veräppelt “Linke”. Sicherlich nicht immer fair, sicherlich eine Art von Moralapostel, aber doch gelungene Unterhaltung. » Den ganzen Beitrag lesen.«

29 verweht

12. September 2010 § 1 - von Martin J.G. Böcker

Schwerte an der Ruhr

Neulich war ich wieder zu Hause. Mama besuchen. “Zu Hause”, das bezeichnet eine Ess-, Trink- und Schlafstadt im Ruhrgebiet, vielleicht 50.000 Einwohner, im Osten der Stadt liegt das alte Eisenbahnerviertel. Das ist schön, weil man nach einem Waldgang (im als Naherholungsgebiet deklarierten Stadtwald) fast nahtlos - vorbei an Hochleitung, Eisenbahnschienen und Brennesseln – in das Arbeiterviertel schlendern kann.

Da ging ich dann den Bürgersteig entlang, ganz dicht an den vor 30 Jahren recht ordentlich neu verputzten Fassaden. Viele Gerüche, die Kellermodrigkeit der Hauswände, gar nicht unangenehm, das Grillen aus irgendeinem der Kleingärten, die frisch gewaschene Wäsche aus den Souterrain-Kellerfenstern. Die Mischung aus Davidoff Cool Water und Tabak, die ich der 14-Jährigen andichte, die gerade rauchend mit ihrem Freund vor seinem Roller Händchen hält. Der martialische Schnitt von Cordon Street Wear macht sich ganz gut zu der Kippe, die er auf Wange pafft.

Vor dem Supermarkt stehen immer noch die gleiche Art von Jugendlichen, mit denen ich vor 13 Jahren dort gestanden hatte – wenn Spielplatz oder Jugendzentrum langweilig wurden und keiner von den Älteren seine Wohnung zur Verfügung stellte. Kannte ich den einen noch? Ich glaube, der spielte in der D-Jugend, als ich dort noch Co-Trainer war. Jetzt schaut er finster drein.

In der nächsten Straße vernahm ich diesen herrlichen Dialog: Die Mutter, unter 30, hübsch aber feist geworden schaute aus dem Fenster des ersten Stocks und rief in die Straße: “Lukas!” Keine Antwort. “Luuuukas!” Es wuselten zwar Kinder herum, aber Lukas war wohl nicht dabei. Die Mutter in Richtung Wohnungsinneres: “Ker…. Der is’ wieda umme Ecke.” Nochmal in Richtung Straße: “Luuuukas! Komm’ gezz här!” Lukas, vielleicht 12, kam. Die Mutter: “Du muss inna halben Stunde driin sein.” Lukas: “Inna halben Stunde?” – “Die Laternen geh’n glaich an.” – “Ja Mama. Ich komm gleich.”

Trigger-Gerüche, Trigger-Geräusche. An was erinnert mich das? Verkrustete Knie vom Fußball, Klingelmännchen, die ersten Vollräusche und Mädchen, die mich doof fanden. Eine Mischung zwischen “29 verweht” und Heile-Welt-Gefühl. Man gehört so sehr dahin, kennt aber keinen mehr.

Bis ich wieder in meiner jetzigen Wohnung bin, werde ich rund sieben Stunden Auto fahren. Selig die Daheimgebliebenen. Auch wenn sie’s nicht wissen.

Terry Jones und die Knopfdruckwut

11. September 2010 § 5 - von Martin J.G. Böcker

Empörung und Seltsamkeit

Es ist schon seltsam genug, dass ein christlicher US-Geistlicher den Koran verbrennen möchte. Die Frage nach dem Grund dieser Aktion ist einfach formuliert: “Hä?!” Da ist Empörung mal angemessen. Seltsam ist aber auch die Knopfdruckwut dieser ganzen Flaggenpinkler und Steinewerfer in den fremden Ländern am anderen Ende der Welt. Empört mich auch ein bisschen. Was soll denn das? Also wirklich! Freilich könnte man Verständnis haben. Andere Kultur, andere Mentalität, sie wissen’s halt nicht besser. Edle Wilde.

Systemkrise: Riss des letzten Ankers

26. August 2010 § 1 - von Larsen Kempf

Das Bundesverfassungsgericht entmachtet sich selbst

Zum Erstaunen der exekutiven und legislativen Politik hat das Bundesverfassungsgericht mit seinem Urteil zum Lissabon-Vertrag im Juni 2009 festgestellt, dass die Geltung der Rechtsakte der Europäischen Union für die Bundesrepublik unter dem Vorbehalt der verfassungsgerichtlichen Prüfung aus Deutschland steht. Geradezu spektakulär hatte es auch der Legislative die Verantwortung gegenüber dem deutschen Souverän aus Europa zurückgeholt und eine seit 1933 beispiellose Selbstentmächtigung des Parlamentes gerade noch verhindert. Was zur Urteilsverkündigung dem Gericht nicht viel Freude bereitete, kann heute als weithin anerkannt  gelten.

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Was will Neo Rauch uns sagen?

16. August 2010 § 3 - von Martin J.G. Böcker

Diskussionen sind okay!

Seit diesem Sonntag ist Neo Rauchs Ausstellung “Begleiter”  zu Ende. Vom 20. April bis zum 15. August waren die großen dunklen Bilder in München und Leipzig zu sehen. Wer als deutscher Intellektueller im Bundesgebiet lebender Intellektueller was auf sich hält, war dort. Ich natürlich auch. » Den ganzen Beitrag lesen.«